Schwerpunkt
Im Zeichen der Vielfalt - Verleihung des Deutschen Engagementpreis 2010

- Die Preisträger mit Ministerin Schröder
Glückliche Gewinner, ein hochkarätiges Programm und eine Prise Glamour: Am 4. Dezember wurden zum zweiten Mal freiwillig Engagierte und ihre Projekte in sechs Wettbewerbskategorien mit dem Deutschen Engagementpreis ausgezeichnet. Eröffnet wurde die Preisverleihung im Berliner Radialsystem von Generali-Vorstandssprecher Dietmar Meister und Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. In ihrer Festrede vor rund 400 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft unterstrich Schröder, dass bürgerschaftliches Engagement als Scharnier innerhalb dieser drei Sektoren fungiere: "Jeder, der sich engagiert und freiwillig für andere einsetzt, ist eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft - sei es politisch, etwa für die Integration, oder sei es in einem Sportverein".

- Dr. Kristina Schröder
Mit der Nationalen Engagementstrategie und dem „Aktionsplan CSR“, den die Bundesregierung am 6. Oktober 2010 beschloss, sollen entscheidende politische Weichen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen des bürgerschaftlichen Engagements gestellt werden. Eines der vier strategischen Ziele, die darin in Grundzügen formuliert sind, ist eine größere Wertschätzung von freiwillig Engagierten. Die für Engagementpolitik zuständige Bundesministerin Schröder betonte in ihrer Rede: „Ich möchte, dass wir diese Leistungen noch viel stärker anerkennen und fördern. Der Deutsche Engagementpreis ist dafür ein gutes Beispiel."

- Dietmar Meister, Generali AG
Initiiert von den großen gemeinnützigen Dachverbänden mit insgesamt über 15 Millionen Mitgliedern und gefördert vom Bundesfamilienministerium sowie dem Generali Zukunftsfonds repräsentiert diese Auszeichnung öffentlichkeitswirksam die transsektorale Förderung bürgerschaftlichen Engagements. Die Generali AG hat mit dem Ministerium bereits einen Vertrag über die gemeinsame Fortsetzung des Deutschen Engagementpreis für die nächsten Jahre abgeschlossen. Dietmar Meister erklärte, worauf es Generali dabei ankomme: „Indem wir das bereits wirksame bürgerschaftliche Engagement besser sichtbar machen, wollen wir dessen Relevanz unterstreichen und damit noch weiteres Engagement anregen.“

- Prof. Dr. Hans Fleisch, Bundesverband Deutscher Stiftungen
Prof. Dr. Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, hielt die Auftaktlaudatio für den Preisträger in der Kategorie „Dritter Sektor“ und zog eine Erfolgsbilanz des diesjährigen Wettbewerbs: Er betonte dabei, dass sich der Deutsche Engagementpreis bereits im zweiten Jahr seiner Existenz zu einer der exponiertesten deutschen Engagement-Würdigungen entwickelt habe. Dies zeige nicht nur die positive Resonanz von Kooperationspartnern, Unterstützern und Medien, sondern auch die rege Beteiligung der Bevölkerung: 1.800 Bürger wurden für den Preis nominiert, knapp 50.000 beteiligten sich am Online-Voting für den Publikumspreis.
Stefan Klein, Autor des Buches "Der Sinn des Gebens", präsentierte ebenfalls einen der Wettbewerbssieger. Für den „Engagementexperten“ ist das gemeinwohlorientierte Handeln eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Dabei könne man es sich gerade in der heutigen Überflussgesellschaft leisten, weniger Angst davor zu haben, ausgenutzt zu werden. Zumal sich jeder mit einem vermeintlich selbstlosem Einsatz auch selbst etwas Gutes tue. Anhand von Erkenntnissen aus der Hirnforschung und Genetik belegt der Wissenschaftsautor in seinen Büchern: „Engagement schützt vor Depression, macht Menschen gesünder, glücklicher und erfolgreicher.“

- Schüler helfen Leben e.V. mit Laudatorin Sara Nuru
Erfolgreich und engagiert ist zweifelsohne auch Sara Nuru, bekannt als Siegerin der Casting-Show „Germany’s next Topmodel“. Die 22-jährige ist zudem als Botschafterin der Stiftung „Menschen für Menschen“ aktiv und übergab den Preis in der diesjährigen Schwerpunktkategorie „Jugendengagement“ an „Schüler helfen Leben e.V.“. Der Verein ruft Jahr für Jahr den „Sozialen Tag“ aus, an dem hunderttausende von Schülern Spendengelder in Millionenhöhe erarbeiten, die Projekten im ehemaligen Jugoslawien zugute kommen.

- Luftakrobatin Kaatie Akstinat
Das Engagement wirtschaftlicher Akteure wurde indessen von Drogerieunternehmer und Laudator Dirk Roßmann vertreten, der das von der B. Z. ins Leben gerufene Projekt „Berliner Helden“ auszeichnete. Mit besonderer Spannung erwarteten die Gäste schließlich die Verkündung des Publikumspreises – der einzigen Wettbewerbskategorie, über deren Sieger nicht durch die Jury, sondern per Online-Abstimmung entschieden wurde. Mehr als 14.000 Stimmen erhielt der Sieger im Rennen um den Publikumspreis. Ali Dogan, Kreistagsmitglied der SPD und bis vor Kurzem noch Bundesvorsitzender der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland konnte sich aber nicht nur über die große Unterstützung bei der Abstimmung freuen, sondern auch über 10.000 Euro Preisgeld, welches in gemeinnützige Projekte des BDAJ und der „Alevitischen Gemeinde Deutschland“ fließen wird. “Mein Ziel war es, stets Vorbild für junge Menschen zu sein. Ich glaube, dass diese Auszeichnung meiner Arbeit nicht für mich, sondern vielmehr für die jüngere Generation ein Ansporn sein dürfte“, so der Preisträger.
Als Moderatorin führte Dunja Hayali mit unkompliziertem Charme durch ein abwechslungsreiches Programm, welches künstlerisch von den Tänzern Stefan Sing und Cristiana Casadio, Slampoet Bas Bötcher, Clown Gregor Wollny, Sängerin Julia Ribbeck und dem „Trio Bravo“ gestaltet wurde. Einen wortwörtlichen Höhepunkt bildete der Auftritt der Luftakrobatin Kaatie Akstinat: Voller Anmut und Perfektion tanzte die Berliner Künstlerin in atemberaubender Höhe am Vertikalseil und sorgte im Publikum für spürbare Gänsehaut.
Galerie Preisverleihung 2010Bildergalerie zur Preiverleihung 2010


